Gedicht über die Elbbrücke

Im Rufer veröffentlicht am 6. März 1951 anlässlich der Aufstellung der letzten Verbindung an der neuen Brücke

Das letzte Feld wird nun geschlossen
Von zünftigen Brückenbaugenossen
Von Lauenburg nach Hohnstorfs Strand
Hinüber reicht der Brücke Band.


Bald rollen die Züge wieder durch
Von Lübeck bis nach Lüneburg.
Auch die Autos können fahren
Und sich viel Wartezeit ersparen.
Von Schleswig Holstein meerumschlungen
Erstmals die Elbe ward bezwungen,
Und ach die sturen Niedersachsen
Seh’n freudig hier die Brücke wachsen.
Am meisten hat dazu getan
Die gute Tante Bundesbahn.
So wünschen wir ihr für heute,
Die Brückenbauerhandwerksleute.
Jahrzehnte soll die Brücke steh’n
Und nie durch Krieg zu Grunde geh’n.
Und Iwan lässt den Vorhang runter
Auf dass wir alle froh und munter
Von Ost nach West, ob groß und klein
An dieser Brücke uns erfreu’n.
Der Neubauamtsvorstand, er soll leben
Die Bürgermeister auch daneben.