Adolf Lüchau

Adolf Lüchau, Bürgermeister Hohnstorf

Adolf Lüchau
* 15.3.1901, † 19.5.1979

Partei: Parteilos, DP
Bürgermeister: 1945–1946 (Parteilos) und 1948–1949 (DP)

  • geb. 15.3.1901 als Sohn des Landwirts Heinrich Lüchau in Vorwerk Kreis Uelzen
  • 1901 Übersiedlung nach Hohnstorf/Elbe, die Eltern übernahmen die Land- und Gastwirtschaft Karl Schoof (Lüchaus Gasthof, später Gasthaus Meyer), verstorben am 19.5.1979
  • Volksschule Hohnstorf, Mittelschule Lauenburg, Oberschule Lübeck, Techn. Staatslehranstalt Hamburg, Studium
  • 1919 bis 1921 Schiffbaupraktikant Schiffswerft Hitzler Lauenburg
  • 1920 schwerer Arbeitsunfall (u.a. Kniescheibenbruch) auf der Werft
  • ab Juli 1923 bis 197? Schiffbauingenieur, -oberingenieur und Prokurist auf der Werft
  • Erfinder des Hitzlerruders und des absenkbaren Führerstandes für den Schiffsführer (beides steht in deutschen Museum in München)
  • 1914–1919 Kriegsdienst als freiw. Sanitäter, Ehrenkreuz 14/18
  • 1939 UK gestellt u. AV gemustert, Kriegsdienst II ohne Schwerter 1944
  • Ab 1928 I. Beigeordneter und damit Stellvertreter des BM, ab 1935 als Gemeindekassenverwalter von BM O. Diercks berufen. Dieses Amt bis zur Übernahme des BM-Amtes 1945 geführt.
  • Am 13.11.1945 von der englischen Militärregierung vom Landrat als Bürgermeister der Gemeinde Hohnstorf eingesetzt. Am 1.12.45 das erste Gemeindekomitee berufen, die erste Sitzung war am 7.12.45
  • Am 20.12.46 Gemeindedirektor und Ernst Kissolewski Bürgermeister, 1948 wieder zum BM (Deutsche Partei) gewählt, Am 19.12.49 abgewählt, dann auch das Amt des Gemeindedirektors abgegeben, blieb aber im Gemeinderat.

Schwerpunkte während der Bürgermeisterzeit:

  • Eigenes Gemeindesiegel (nicht genehmigt)
  • Sicherstellung der Ernährung für die Bevölkerung
  • Versorgung der Bevölkerung mit Hausrat, Kleidung und Heizmaterial
  • Bau des Friedhofes durch Hand- und Spanndienste und freiw. Spenden
  • Unterbringung von über 100 Flüchtlingen bei bis 15 Grad Kälte im Januar 1946, u.a. wurde eine Baracke erworben und der Flüchtlingsfamilie Becker am jetzigen Triftweg zur Verfügung gestellt)
  • Beschaffung von Öfen und Heizmaterial für Flüchtlinge
  • Schulerweiterungsbau, Wegebau
  • Später: Entwurf des Hohnstorfer Wappens und des Siegels, aktiv beim Erwerb des Hohnstorfer Bahnhofs und Ausbau zur Schule
Zusammengestellt von Jens Kaidas.