Fischerei

Für den Ort Hohnstorf ist die Fischerei von wesentlicher Bedeutung, wahrscheinlich sogar durch sie entstanden. Schon zu Zeiten als es den Ort noch gar nicht gab, standen auf dem heutigen Fischerzug Fischerhütten um dort Materialien zu lagern und für die Pausenzeiten beim anstrengenden Fischfang. Im Jahre 1597 stellte der Herzog Franz von Sachsen, Engern und Westfalen 20 Fischern aus Lauenburg und Hohnstorf eine Fischerrolle (siehe „Geschichte der Fischereigenossenschaft Hohnstorf“) aus und genehmigte ihnen damit das Fischen in einem festgelegten Bereich der Elbe.

Hohnstorf - Elbfischer, Illustration
Fischereigenossenschaft, Hohnstorf an der Elbe

Von links Ernst Dodt, Georg Ahlers, Franz Höltig, Franz Ohltmann, davor Herbert Redecker, Peter Redecker, Otto Sinn jun., Helmut Todt, Jürgen Meyer, Heino Meyer, Franz Meyer, Walter Panz, im Boot Otto Sinn sen., Heinrich Sinn jun., Anton Redecker, August Zelle, Heinrich Sinn sen., Heinrich Röhr, Adolf Meyer, Johann Pehmöller, davor die Kinder Hilde, Ilse u. Elli Henke, Anni Meyer (Hesse)

Fischer und deren Arbeitsgeräte

Die Fischerei ist ein sehr schwerer, körperlich anstrengender Beruf, früher noch mehr als heute. Dazu zählt der Umgang mit den schweren Netzen, das Rudern im Kahn und das nächtliche Fischen. Zu den Arbeitsgeräten der Fischer gehörten vorrangig der Fischerkahn, die verschiedenen Netze, Reusen und die Transport- und Aufbewahrungsbehälter (Hütefass oder Hüfatt). Der Fischerkahn wurde entweder mit Hilfe eines Segels, den Paddeln oder einem langen Stab (Stake) fortbewegt.

Hohnstorfer Fischersleute