Jubiläum im Strandhaus Blume: 250 Jahre im Familienbesitz

Der Jahreswechsel war für das Strandhaus Blume in Hohnstorf zugleich mit einem Jubiläum verbunden: das Haus befindet sich nun 250 Jahre im Familienbesitz. Dieses Strandhaus ist seit langem ein beliebtes Ausflugsziel.

Strandhaus Blume, Zeitungsausschnitt zum 250-jährigen Jubiläum
Drei Generationen im Hohnstorfer Strandhaus Blume, das sich 250 Jahre im Familienbesitz befindet: Frau Blume mit Tochter und Enkelin.

Vor 250 Jahren, im Jahre 1709, kam Hironemus Blume nach Hohnstorf und schaffte sich dort eine Existenz. In der Fischerei lag schon damals ein Erwerb. Einer seiner Nachkommen, Nikolaus Blume war es, der 1912 am Eichenwäldchen einen Badestrand einrichtete und eine Gastwirtschaft mit Fischerdiele eröffnete. Er blieb aber auch in der Fischerei tätig. 1943 wurde er ein Opfer des Elbstromes.

Die Witwe, noch heute eine rüstige Dame, führte mit den beiden Töchtern Strand und Wirtschaft weiter. Die letzten Kriegstage brachten ihrem Anwesen schwere Schäden. Aber es gelang den Frauen, das Strandhaus wieder herzurichten.

Meta Blume, eine der beiden Töchter, übte am Hohnstorfer Strand lange Jahre die Funktion eines Bademeisters aus und starb 1952, eine Tochter hinterlassend.

Die andere Tochter Magda, Metas Schwester, kümmert sich noch heute um die Gäste des Strandhauses und sorgt für deren Wohl. Strand und Wirtschaft in Hohnstorf sollen für zahlreiche Ausflügler und Campingfreunde ein Begriff bleiben. „Soviel Glück und Segen wünschen wir, wie in 250 Jahren die Elbe Wasser am Hause vorbeigeführt hat“, heißt es in einer Gratulation. „Mög‘ der Dreiklang Wald, Land und Welle immer das Geschlecht der Blumes hier erhalten, mög‘ es froh, gesund verwalten Haus und Strand und Fischerdiele wie bisher im alten Stile. Dank für die Vergangenheit – Hoffnung für die künft’ge Zeit!“

Quelle: Zeitungsartikel vom 2. Januar 1959