Die Elbbrücke

  Geschichte der Brücke.

Der erste Bau einer reinen Eisenbahnbrücke über die Elbe, mit einem seitlich angeordneten Gehweg, erfolgte 1878 im Zuge der Bahnstrecke Lübeck–Lüneburg und ersetzte den Verkehr über das Trajekt Lauenburg–Hohnstorf. Das 448 Meter lange Bauwerk hatte unter anderem drei Stromöffnungen mit je 100 Meter Stützweite, drei Flutöffnungen mit je 40 Meter Spannweite und zwei Drehöffnungen von 14 Meter Breite. Die Brücke war für zwei Gleise ausgelegt worden, allerdings war immer nur ein Gleis in Betrieb. Diese Eisenbahnbrücke war im Zweiten Weltkrieg zuletzt hart umkämpft. Sie wurde in den letzten Kriegstagen von Wehrmachteinheiten der Armeegruppe Blumentritt unter dem Befehl des Generals der Infanterie Günther Blumentritt bis zum 19. April 1945 für den Rückzug nach Schleswig-Holstein kontrolliert und am selben Tag unter dem Druck des Vormarsches der angreifenden britischen Truppen bestehend aus dem 3. Bataillon des Royal Tank Regiments und dem 4. Bataillon der King’s Shropshire Light Infantry gesprengt. Bei der ersten Sprengung wurde die in der Brücke enthaltene Drehbrücke zerstört. Drei stehen gebliebene Brückenbögen machten aus Sicht der Verteidiger eine weitere zweite Sprengung erforderlich, die ebenfalls den von den Verantwortlichen erhofften Erfolg brachte. Der erbitterte Kampf um den Brückenkopf der Alliierten bei Lauenburg zog sich noch bis zum 29./30. April 1945 hin.

Der Wiederaufbau als kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke erfolgte bis 1951. Das Bauwerk verbindet Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Zuge der B 209, die ihrerseits in Lauenburg an der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal in die B 5 mündet. Der Brückenzug ist mit einer Länge von 517 Metern länger als der vorherige. Er besitzt acht Öffnungen, wobei die Stromrinne mit einem zweifeldrigen Strebenfachwerkträger mit je 104,61 Meter Stützweite überspannt wird. Die Vorlandbrücken sind stählerne Vollwandträgerkonstruktionen mit Stützweiten von rund 53 Meter.
Elbbrücke mit Hitzler Werft 1986
Quelle: Wikipedia

Fahrt durch die Elbmarsch

Die Schule ist aus. Heinrich und Gerhard gehen gemeinsam nach Hause. Sie sind Klassenkameraden. Es ist ein heißer Sommertag. „Wie wäre es, wenn wir morgen, am Sonntag, nach Hohnstorf führen?“ meint Gerhard. „Ich war schon oft mit meinem Vater dort. Auf der Hinfahrt benutzen wir den Zug, und nach Hause fahren wir mit dem Rade über Artlenburg.“ — „Das ist großartig“, stimmt Heinrich dem Vorschläge zu.

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Riese aus Stahl

Ein 517 m langer Riese aus Stahl

Der Elbübergang bei Hohnstorf — gestern und heute

Wir besteigen in Lüneburg den Zug nach Lübeck. Nach etwa 20 Minuten Bahnfahrt gelangen wir bei Hohnstorf an die Elbe. Noch bevor der Ort erreicht ist, merken wir am Schnaufen der Lokomotive, daß es bergan geht. Ein mächtiger Bahndamm ist hier aufgeschüttet.

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